Ein Jahr Militärputsch
"Willkürliche Festnahmen": Menschenrechtler beklagen Lage in Niger

Die Lage der Menschenrechte im Niger hat sich seit dem Militärputsch vor einem Jahr nach Einschätzung mehrerer Nichtregierungsorganisationen deutlich verschlechtert.

    Das Foto zeigt Anhänger der Militärführung des Niger im August 2023 bei Protesten.
    Die Lage im Niger hat sich Menschenrechtlern zufolge deutlich verschlechtert. (AFP / -)
    Human Rights Watch, Amnesty International und die Internationale Föderation für Menschenrechte schreiben in einer gemeinsamen Erklärung, die Militärführung gehe hart gegen Opposition, Medien und friedlichen Widerstand vor. Mindestens 30 Mitglieder der gestürzten Regierung seien willkürlich festgenommen worden und hätten kein ordentliches Verfahren bekommen. Auch Journalisten würden bedroht und festgenommen.
    Das Militär hatte am 26. Juli 2023 den demokratisch gewählten Präsidenten Bazoum gestürzt und die Macht übernommen. In der Folge wandte sich das Land verstärkt vom Westen ab und Russland zu. Die Bundeswehr kündigte kürzlich an, ihren Lufttransport-Stützpunkt in Niamey aufzugeben.
    Diese Nachricht wurde am 26.07.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.