Schnee, Eis und Minusgrade
Winterwetter verursacht in vielen Teilen Europas teils massive Einschränkungen

Das Winterwetter verursacht in großen Teilen Europas Einschränkungen. In den Niederlanden war der Zugverkehr fast völlig lahmgelegt. Am Amsterdamer Flughafen Schiphol wurden Hunderte Flüge annulliert. Viele andere Länder sind betroffen.

    Pamplona: Städtische Mitarbeiter räumen die Straßen vom Schnee.
    Winterwetter in Spanien (Eduardo Sanz / EUROPA PRESS / dpa / Eduardo Sanz)
    Im Norden Großbritanniens blieben Hunderte Schulen geschlossen, in Glasgow fielen U-Bahnen wegen vereister Stromschienen aus. In Prag waren Zehntausende wegen defekter Fernwärme-Leitungen vorübergehend ohne Heizung und warmes Wasser, in Rumänien fast 8.000 Haushalte den vierten Tag in Folge ohne Strom. In der bosnischen Stadt Gorazde brach die Wasserversorgung zusammen, nachdem der Fluss Drina über die Ufer trat. In Frankreich fuhren vielerorts wegen kräftiger Schneefälle keine Schulbusse. Der Flug- und Zugverkehr in manchen Regionen ist ebenfalls gestört. Für heute erwartet der französische Wetterdienst eine neue Winterfront. Im dänischen Nordjütland wurden die Menschen für heute in Erwartung eines Schneesturms aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Wer sich doch herauswage, sollte eine Schaufel dabeihaben, um das Auto freigraben zu können.
    Amsterdamer Flughafen Schiphol erklärte die Fluggesellschaft KLM unterdessen, ihr gehe die Flüssigkeit zur Enteisung von Flugzeugen aus. Der Lieferant aus Deutschland könne wegen des Wintereinbruchs nicht liefern.
    Im Norden Schwedens werden bis zu minus 40 Grad erwartet. In Spanien sind viele nicht auf die Minusgrade eingestellt. Wohnungen haben oft keine ausreichend Wärmeisolierung.

    Glättewarnung in Deutschland - vereinzelte Ausfälle bei der Bahn

    In Deutschland warnt der Deutsche Wetterdienst vor glatten Straßen und Wegen. Es bestehe fast im gesamten Land Glättegefahr, an der Nordseeküste sowie im Harz kann es auch zu Schneeverwehungen kommen. In der Südosthälfte gibt es den Experten zufolge gebietsweise strengen Frost zwischen minus 10 und minus 15 Grad. Auf dem Brocken im Harz und auf den Nordseeinseln sind Sturmböen möglich. Laut der Deutschen Bahn kommt es punktuell zu Ausfällen und Verspätungen etwa aufgrund vereister Weichen.
    Diese Nachricht wurde am 07.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.