
Das Bruttoinlandsprodukt sank von Januar bis März um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. In einer früheren Schätzung war man von einem Wachstum um 0,1 Prozent ausgegangen. Im Vorquartal gab es ein Plus von 0,2 Prozent.
Grund für die Entwicklung sind Konjunkturdaten aus Irland. Dort brach das BIP im ersten Quartal um mehr als 12 Prozent ein, nachdem zunächst ein Minus von zwei Prozent gemeldet worden war. Der Absturz ist insbesondere auf Sondereffekte in der Pharmabranche zurückzuführen. Ein Jahr zuvor hatte es in diesem Industriebereich unter anderem durch Lageraufstockungen wegen drohender US-Zölle eine boomende Nachfrage gegeben. Dieser Effekt kehrte sich nun um.
Irland ist einer der größten Arzneimittelexporteure der Welt.
Diese Nachricht wurde am 05.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
