
Bei den Investitionen von Unternehmen werden nur drei Viertel des westdeutschen Niveaus erreicht. Problematisch sind dem Bericht zufolge auch die im Osten vergleichsweise geringen Ausgaben von Unternehmen für Forschung und Entwicklung. Als positiv wird gewertet, dass das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigem in den ostdeutschen Flächenländern bei rund 84 Prozent des westdeutschen Niveaus liegt. Vor zehn Jahren waren es 78 Prozent und im Jahr nach der Wiedervereinigung lag der Wert bei knapp 35 Prozent.
Auch haben einzelne Regionen den gesamtdeutschen Durchschnitt der wirtschaftlichen Leistungskraft erreicht oder übertroffen. Brandenburg steht mittlerweile laut Report stärker da als die drei schwächsten westdeutschen Länder Saarland, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz. Das zeige, dass die Grenze nicht immer zwischen Ost und West, sondern zwischen strukturschwachen und dynamischen Regionen verlaufe, hieß es.
Die Autoren des Reports sind vor allem Unternehmer, Wirtschaftsverbände und Ökonomen. Der Bericht soll nächste Woche beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum in Bad Saarow vorgestellt werden. Wirtschaftsmanager wollen dort unter anderem mit Bundeskanzler Merz und Bundeswirtschaftsministerin Reiche über den Reformkurs der Koalition diskutieren.
Diese Nachricht wurde am 28.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
