Ernährung
Wirtschaft kritisiert geplante Zuckersteuer: "Unsere Kunden sollen selbst entscheiden, was sie kaufen und essen"

Die geplante Einführung einer Zuckersteuer stößt in der Wirtschaft auf Kritik.

    Snackautomat mit Twix, Snickers, M&M, Zweifel Chips, Red Bull, Coca Cola, Zweisimmen, Schweiz
    Limo, Cola oder Schokoriegel – oft merken wir gar nicht, wie viel Süßes wir täglich aufnehmen (picture alliance / imageBROKER / Pius Koller)
    Der Vorstandsvorsitzende der Edeka-Zentrale, Mosa, sagte der dpa, zusätzliche Abgaben würden das ohnehin angespannte Konsumklima weiter verschlechtern. Kunden sollten selbst entscheiden, was sie kaufen und essen wollten. Die Zuckerwirtschaft übte ebenfalls Kritik, ähnlich der Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels. Zurückhaltend äußerte sich der Chef der Rewe-Gruppe, Souque. Man müsse immer genau anschauen, was die Maßnahme bringe.
    Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung indes lobte die Pläne. Sie könnten zur Prävention etwa von Fettleibigkeit beitragen. Aus wissenschaftlicher Sicht seien Steuern auf Süßgetränke wirksam. - Die Zuckerabgabe soll ab 2028 erhoben werden. Sie ist Teil eines Gesetzespakets zur finanziellen Stabilisierung der Krankenkassen, das das Kabinett am Mittag verabschiedet hat.
    Diese Nachricht wurde am 29.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.