
Magyar kündigte an, die wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit wieder zu vertiefen. Auf europäischer Ebene werde seine Regierung versuchen, auch in strittigen Fragen Kompromisse zu erreichen. Bundeskanzler Merz erklärte, man habe gute Gespräche über die künftige Zusammenarbeit geführt. Die Bundesregierung wolle dabei helfen, dass der Neuanfang in Ungarn ein Erfolg werde.
Merz wirbt erneut für rasche EU-Beitrittsverhandlungen mit Ukraine
Auf der Tagesordnung standen Gespräche über bilaterale und europapolitische Themen sowie über die weitere Unterstützung der Ukraine. Merz pochte abermals darauf, dass die EU-Beitrittsverhandlungen mit Kiew rasch beginnen sollten. Man verstehe, dass Ungarn zunächst bilaterale Fragen klären wolle, wie etwa die Rechte der ungarischen Minderheit in der Ukraine. Das dürfe aber nicht von dem Ziel abbringen, die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine jetzt auch förmlich zu eröffnen.
Vor dem Treffen war Magyar in Berlin mit militärischen Ehren empfangen worden.
Nachfolger des Rechtspopulisten Orban
Der ungarische Politiker hatte Anfang Mai den Rechtspopulisten Orban als Ministerpräsident abgelöst. Er hat Maßnahmen gegen Korruption und für Rechtsstaatlichkeit auf den Weg gebracht. Die EU-Kommission kündigte in der Folge an, 16 Milliarden Euro an blockierten Fördergeldern für Budapest freizugeben.
Diese Nachricht wurde am 02.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
