Steuerreform
Wirtschaftsforscherin verteidigt Vorschlag für Reform des Ehegattensplittings: Familien mit Kindern fördern und Erwerbsanreize schaffen

Die Sozial- und Wirtschaftsforscherin Fuchs-Schündeln hat Kritik aus der Union an Plänen für eine Reform des Ehegattensplittings zurückgewiesen.

    Nicola Fuchs-Schündeln lächelt in der Sendung "Markus Lanz", ZDF, in die Kamera.
    Die Ökonomin Nicola Fuchs-Schündeln (picture alliance / teutopress)
    Die Ehe werde weiter anerkannt, sagte Fuchs-Schündeln dem Deutschlandfunk. Kein Paar stehe nach der Eheschließung steuerlich schlechter da als vorher. Die Wissenschaftlerin gehört zu der lagerübergreifenden Gruppe von Ökonomen, die eine Änderung des Ehegattensplittings vorgeschlagen hat. Es gehe darum, Familien mit Kindern zu fördern und Erwerbsanreize zu schaffen. Fuchs-Schündeln erklärte, Simulationen hätten ergeben, dass das neue System nur besonders gut verdienende Haushalte stärker belasten würde.
    Der finanzpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Güntzler, lehnt den Vorschlag der Ökonomen ab. Er äußerte im Deutschlandfunk die Sorge, dass die Ehe gegen Familien ausgespielt werden könnte. Der CDU-Politiker stellte zudem die evidenzbasierten Erkenntnisse der Wirtschaftsforscher infrage und warf ihnen ein falsches Gesellschaftsbild vor.
    Diese Nachricht wurde am 04.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.