"Spiegel"-Bericht
Wirtschaftsministerium soll Argumente für Gaskraftwerke erbeten haben

Das Bundeswirtschaftsministerium hat laut einem Medienbericht beim Energiekonzern EnBW Argumente für den Einsatz von Gaskraftwerken erbeten.

    Strommasten stehen vor einem Gaskraftwerk.
    Ein Gaskraftwerk in Hamm. (IMAGO / Cord / IMAGO / Anja Cord)
    Hintergrund ist dem Magazin Der Spiegel zufolge die sogenannte Kraftwerksstrategie, welche die Stromversorgung in wind- und sonnenarmen Zeiten sichern soll. Das Magazin beruft sich auf Textnachrichten zwischen dem Ministerium und dem Cheflobbyisten von EnBW, Holger Schäfer. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers wurden die Vorschläge auf Ersuchen des Ministeriums erstellt und nicht auf Initiative von EnBW. Laut Spiegel wurde der Vorgang zudem erst verspätet im Lobbyregister vermerkt. Wie es weiter heißt, würden die von EnBW gelieferten Vorschläge den Einsatz von Batteriespeichern für Erneuerbare Energien stark benachteiligen.
    Unionsfraktionschef Spahn stellte sich hinter die Energiepolitik seiner Parteikollegin, Bundeswirtschaftsministerin Reiche. Wie die Rheinische Post berichtet, sagte Spahn in einer Fraktionssitzung nach Angaben von Teilnehmern, wer in der Energiepolitik das Ganze vom Kopf auf die Füße stellen wolle und auch auf marktwirtschaftliche Prinzipien verweise und dann so vom Koalitionspartner in Teilen angegangen werde, der könne sich umso mehr auf die Unterstützung der Fraktion verlassen. Spahn sagte demnach wörtlich: "Danke für Deine Arbeit. Wir müssen in der Energiepolitik ja Erneuerbare ausbauen, aber vor allem müssen wir es bezahlbar halten und das machst Du."
    Diese Nachricht wurde am 15.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.