
Das Magazin beruft sich auf Textnachrichten zwischen dem Ministerium und dem Cheflobbyisten von EnBW, Holger Schäfer. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers wurden die Vorschläge auf Ersuchen des Ministeriums erstellt und nicht auf Initiative von EnBW. Laut Spiegel wurde der Vorgang zudem erst verspätet im Lobbyregister vermerkt. Wie es weiter heißt, würden die von EnBW gelieferten Vorschläge den Einsatz von Batteriespeichern für Erneuerbare Energien stark benachteiligen.
Initiativen wie Lobby Control haben Wirtschaftsministerin Reiche bereits mehrfach eine zu große Nähe zur fossilen Energiewirtschaft vorgeworfen. Nach dem Spiegel-Bericht teilte die Initiavie mit, Reiches "einseitige Nähe zur Gaslobby" sei nicht länger hinnehmbar. Zum wiederholten Male zeige sich: Reiche bestelle Argumente für ihre "rückwärtsgewandte fossile Politik" ausgerechnet von Akteuren, die vom Fortbestand fossiler Geschäftsmodelle profitierten.
Spahn verteidigt Reiches Politik
Unionsfraktionschef Spahn stellte sich zuletzt grundsätzlich hinter die Energiepolitik seiner Parteikollegin, Bundeswirtschaftsministerin Reiche. Wie die Rheinische Post berichtet, sagte Spahn in einer Fraktionssitzung nach Angaben von Teilnehmern, wer in der Energiepolitik das Ganze vom Kopf auf die Füße stellen wolle und auch auf marktwirtschaftliche Prinzipien verweise und dann so vom Koalitionspartner in Teilen angegangen werde, der könne sich umso mehr auf die Unterstützung der Fraktion verlassen. Spahn sagte demnach wörtlich: "Danke für Deine Arbeit. Wir müssen in der Energiepolitik ja Erneuerbare ausbauen, aber vor allem müssen wir es bezahlbar halten und das machst Du."
Diese Nachricht wurde am 15.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
