
Konkret geht es um Anlagen bis 25 Kilowatt installierter Leistung. Diese Anlagen seien inzwischen aufgrund gesunkener Kosten oft bereits ohne zusätzliche Förderung wirtschaftlich, heißt es in dem Entwurf. Anlagen mit einer Leistung über 25 Kilowatt sollen künftig einen einheitlichen Fördersatz erhalten - statt einen nach Größe differenzierten wie bisher. Ein Sprecher des Ministeriums sagte, man sei noch in der internen Vorbereitung der Novelle; an dem Entwurf werde derzeit noch gearbeitet.
Kritik von Grünen und Koalitionspartner SPD
Die energiepolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Bundestag, Scheer, erklärte, nach den Plänen zum Netzanschlusspaket sei dies ein weiterer Entwurf, der den Aussagen des Koalitionsvertrages zur Energiewende widerspreche.
Auch von den Grünen kommt Kritik. Die Fraktionsvorsitzende der Partei im Bundestag, Dröge, sprach von einem "Solarkiller". Für viele Eigenheimbesitzer werde das Solardach damit unwirtschaftlich. Der Grünen-Energiepolitiker Kellner sagte, die Solarförderung auf privaten Dächern sei eine Erfolgsgeschichte. Mit ihrem Gesetzentwurf drohe Wirtschaftsministerin Reiche dieses Engagement auszubremsen.
Kritik auch von Branchenverbänden
Der Bundesverband Solarwirtschaft warnte vor einem Kahlschlag beim Solarausbau. Aus dem Entwurf gehe hervor, dass künftig selbst Betreiber neuer Photovoltaik-Kleinanlagen ihren in das öffentliche Stromnetz eingespeisten Solarstrom direkt an der Strombörse vermarkten müssten. Sollte das umgesetzt werden, dürfte die Errichtung neuer Solarstromanlagen auf privaten Gebäuden fast komplett zum Erliegen kommen.
Der Bundesverband Erneuerbare Energie nannte den Entwurf einen "weiteren Angriff auf die Erneuerbaren Energien". Die erfolgreiche Fortführung der Energiewende werde blockiert, das bedrohe Arbeitsplätze und die Widerstandsfähigkeit gegen Krisen.
Diese Nachricht wurde am 27.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.






