Konjunktur
Wirtschaftsverbände reagieren ernüchtert auf abgesenkte Wachstumsprognose der Bundesregierung

Mehrere Wirtschaftsverbände haben ernüchtert auf die Senkung der Konjunktur-Prognose für dieses Jahr reagiert.

    Tanja Gönner, Hauptgeschäftsführerin vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), spricht auf einer Pressekonferenz.
    Tanja Gönner ist die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). (Archivbild) (picture alliance / dpa / Jörg Carstensen)
    Die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Gönner, sagte, die erwartete wirtschaftliche Erholung sei gering und bleibe brüchig. Ähnlich äußerte sich die Deutsche Industrie- und Handelskammer. DIHK-Hauptgeschäftsführerin Melnikov betonte, ein Mini-Plus der Wirtschaft 2026 sei ein ernüchterndes Signal und weit von dem entfernt, was der Standort leisten könnte.
    Die Bundesregierung rechnet für das laufende Jahr nur noch mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts von 1,0 Prozent gerechnet. Im Herbst war noch ein Wachstum von 1,3 Prozent erwartet worden. Auch für 2027 wurde die Prognose leicht gesenkt. Bundeswirtschaftsministerin Reichte sagte bei der Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichts in Berlin erklärte, der Start ins neue Jahr sei schwieriger, da die Erholung im zweiten Halbjahr 2025 schwächer ausgefallen war.
    Diese Nachricht wurde am 28.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.