
Der Reformstau gefährde Mittelstand und Handwerk massiv und damit das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, kritisierte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Dittrich. Es drohe ein nachhaltiger Abstieg der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Landes, sagte der ZDH-Chef. Die Hauptgeschäftsführerin der Deutschen Industrie- und Handelskammer, Melnikov, betonte, Deutschlands Aufschwung sei nicht nur fragil, er sei akut gefährdet.
Die Bundesregierung hatte ihre Wachstumserwartungen heute halbiert. Bundeswirtschaftsministerin Reiche erklärte, das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr voraussichtlich nicht mehr um ein Prozent steigen - wie noch im Januar prognostiziert - sondern nur noch um 0,5 Prozent zulegen. Hauptgrund dafür sei der Krieg im Iran, der Preise für Energie und Rohstoffe in die Höhe treibe. Die Bundesregierung erwarte deswegen im laufenden Jahr eine Inflation von 2,7 statt wie bisher angenommen von 2,1 Prozent.
Diese Nachricht wurde am 22.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
