Irankrieg
Wirtschaftsweise Grimm warnt vor "Energieschock" - Drohungen der iranischen Revolutionsgarden gegen die Schifffahrt

Die Ökonomin Veronika Grimm, Mitglied des Sachverständigenrats, warnt vor einem - wie sie sagte - "Energieschock" durch die Eskalation im Nahen Osten.

    Die Ökonomin Veronika Grimm von vorne vor einem blauen Hintergrund aufgenommen
    Die Ökonomin Veronika Grimm, Mitglied des Sachverständigenrats (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)
    Dies würde Deutschland in einer ohnehin fragilen Lage treffen, sagte Grimm dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Besonders ‌betroffen wären energieintensive Branchen wie Chemie, Stahl, Glas oder Papier. Für Europa bedeute das: steigende Energiekosten, wachsende Inflationsrisiken und zusätzliche Investitions-Unsicherheit. Analysten hielten einen Ölpreis von mehr als 100 Dollar pro Barrel für möglich, wenn die Straße von ⁠Hormus ⁠faktisch gesperrt ⁠bleibe, erklärte Grimm.
    Zuletzt hatte ein General der iranischen Revolutionsgarden damit gedroht, jedes Schiff zu zerstören, das die Straße von Hormus passieren wolle. Man werde auch Ölpipelines angreifen und nicht zulassen, dass auch nur ein Tropfen Öl die Region verlasse, hieß es im Online-Dienst Telegram.
    Die EU-Kommission will einen Energie-Krisenstab mit den Mitgliedstaaten einrichten. Er soll die Reaktionen auf schnell steigende Öl- und Gaspreise vorbereiten.
    Diese Nachricht wurde am 03.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.