Energiepreise
Wirtschaftsweiser Felbermayr kritisiert geplante Senkung der Mineralölsteuer zur Entlastung von Autofahrern

Der Ökonom Gabriel Felbermayr sieht die von der Bundesregierung geplante Senkung der Mineralölsteuer zur Entlastung von Autofahrern kritisch.

    Wien: Wifo-Chef Gabriel Felbermayr während einer Pressekonferenz von Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) und Institut für Höhere Studien (IHS)
    Der Ökonom Gabriel Felbermayr (Hans Klaus Techt / APA / dpa / Hans Klaus Techt)
    Die Preise seien zwar hoch, aber verglichen mit den 2010er Jahren nicht exzessiv hoch, sagte das Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Deutschlandfunk.
    Ferner gebe es durch Vergünstigungen weniger Anreize für die Verbraucher, sich entsprechend zu verhalten. Das treibe die Preise weiter nach oben. Angesichts der wegen des Iran-Kriegs angespannten Lage in der Straße von Hormus rechnet Felbermayr langfristig mit höheren Energiepreisen. Selbst wenn es morgen Frieden gäbe, müsse man davon ausgehen, dass die Preise das ganze Jahr über und auch noch 2027 höher blieben. Weil die Lager in der Region voll seien, werde weniger Öl produziert. Diese Produktion könne nicht nachgeholt werden. Hinzu kämen kriegsbedingte Zerstörungen. Man müsse deshalb mit Engpässen beim Kerosin und Diesel rechnen.
    Felbermayr ist Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung in Wien. Er wurde vor wenigen Wochen in den sogenannten Rat der fünf Wirtschaftsweisen berufen.
    Diese Nachricht wurde am 17.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.