Ein Beitrag von Claudia Müller hat mit den Gründern gesprochen.
Wir suchen Leute, die bereits praktische Erfahrungen gesammelt haben als Juristen, Betriebswirte oder auch als Ingenieure – die sich also auf dem Gebiet des Patentrechts weiter spezialisieren wollen. Die Idee ist, dass man sich von verschiedenen Seiten der Materie nähert und gemeinsame Schnittstellen erkennt.
Robert Brauneis ist für die Eröffnung des neuen Zentrums extra nach München gekommen. Er erzählt, dass die George Washington University viel Erfahrung in der praktischen Ausbildung von Patentrechtlern hat. Seit mehr als 100 Jahren gibt es in der amerikanischen Hauptstadt eine Law School, mit spezieller Ausrichtung für Patent- und Lizenzrecht. – Die Zusammenarbeit mit dem Münchner Max Planck Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht lag also nahe. Schließlich widmet sich weltweit keine andere Forschungseinrichtung ausschließlich diesem Rechtsgebiet. Hinzu kommt: In München befindet sich nicht nur das Bundespatentamt, sondern auch das Europäische Patentamt.- Robert Brauneis von der George Washington University erläutert, wie die Zusammenarbeit zwischen dem neuen Münchner Intellectual Proberty Law Center und seiner Hochschule aussehen soll:
Wenn wir in Washington ein Seminar haben, das für München interessant sein könnte, dann werden wir Videokonferenzen schalten. Wir haben dafür schon die technischen Voraussetzungen; jetzt müssen wir noch sicher stellen, dass die Vernetzung zwischen Washington und München auch funktioniert.
Videokonferenzen, Seminare ausschließlich in Englisch, regelmäßiger Dozenten-Austausch: Der neue Masterstudiengang für Geistiges Eigentum ist international ausgerichtet. Nicht zuletzt deshalb beteiligen sich auch die Augsburger Uni und die Technische Universität München. Neben Geld und Sachmitteln werden beide Hochschulen vor allem Lehr- und Forschungspersonal zur Verfügung stellen. – TU-Kanzler Ludwig Kronthaler, hat dabei nicht nur Interesse an der Ausbildung hochspezialisierter Fachleute für die Industrie, sondern durchaus auch für die eigene Hochschule:
Die TU ist als Technische Uni – naturwissenschaftlich, ingenieurwissenschaftlich ausgerichtet - die Quelle für Erfindungen, die den Schutz des geistigen Eigentums nach sich ziehen.
Schon jetzt sichert sich die TU zumindest einen Teil der Rechte für Erfindungen und neue Technologien, doch der Umfang könnte noch erheblich gesteigert werden und der Hochschule zusätzliche Einnahmen bescheren. – Dabei ist der Kurs am neuen Münchner Zentrum aus Sicht der Gründer nicht nur umfassender, als die Ausbildung zum Patentanwalt – sondern auch deutlich kürzer: In nur zwei Semestern erhalten die Studenten eine Art Crashkurs in Marken-, Urheber- und Wettbewerbsrecht – und zwar sowohl für das europäische als auch für das US-amerikanische Rechtssystem. Hinzu kommen Veranstaltungen zum Welthandelsrecht und Technologiemanagement. Neben rund 600 Stunden Unterricht – ausschließlich in Englisch - müssen die rund 30 Teilnehmer außerdem ein Praktikum absolvieren. Die Kursgebühren betragen 32tausend Euro, - hinzu kommen Kosten für Unterkunft und Lebenshaltungskosten in einer teuren Stadt wie München. Trotzdem ist das Interesse an dem Masterstudiengang groß. - Margit Hinkel, Managerin des Munich Intellectual Property Law Centers:
Lange bevor wir offiziell Werbung gemacht haben, kam schon die ersten Anfragen. ... Das sind Leute aus allen Teilen der Welt, aus Südamerika, Frankreich, Spanien, China, aus Deutschland und kommen, seit wir mit der Werbung begonnen haben, täglich neue hinzu.
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'Munich Intellectual Property Law Center
Wir suchen Leute, die bereits praktische Erfahrungen gesammelt haben als Juristen, Betriebswirte oder auch als Ingenieure – die sich also auf dem Gebiet des Patentrechts weiter spezialisieren wollen. Die Idee ist, dass man sich von verschiedenen Seiten der Materie nähert und gemeinsame Schnittstellen erkennt.
Robert Brauneis ist für die Eröffnung des neuen Zentrums extra nach München gekommen. Er erzählt, dass die George Washington University viel Erfahrung in der praktischen Ausbildung von Patentrechtlern hat. Seit mehr als 100 Jahren gibt es in der amerikanischen Hauptstadt eine Law School, mit spezieller Ausrichtung für Patent- und Lizenzrecht. – Die Zusammenarbeit mit dem Münchner Max Planck Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht lag also nahe. Schließlich widmet sich weltweit keine andere Forschungseinrichtung ausschließlich diesem Rechtsgebiet. Hinzu kommt: In München befindet sich nicht nur das Bundespatentamt, sondern auch das Europäische Patentamt.- Robert Brauneis von der George Washington University erläutert, wie die Zusammenarbeit zwischen dem neuen Münchner Intellectual Proberty Law Center und seiner Hochschule aussehen soll:
Wenn wir in Washington ein Seminar haben, das für München interessant sein könnte, dann werden wir Videokonferenzen schalten. Wir haben dafür schon die technischen Voraussetzungen; jetzt müssen wir noch sicher stellen, dass die Vernetzung zwischen Washington und München auch funktioniert.
Videokonferenzen, Seminare ausschließlich in Englisch, regelmäßiger Dozenten-Austausch: Der neue Masterstudiengang für Geistiges Eigentum ist international ausgerichtet. Nicht zuletzt deshalb beteiligen sich auch die Augsburger Uni und die Technische Universität München. Neben Geld und Sachmitteln werden beide Hochschulen vor allem Lehr- und Forschungspersonal zur Verfügung stellen. – TU-Kanzler Ludwig Kronthaler, hat dabei nicht nur Interesse an der Ausbildung hochspezialisierter Fachleute für die Industrie, sondern durchaus auch für die eigene Hochschule:
Die TU ist als Technische Uni – naturwissenschaftlich, ingenieurwissenschaftlich ausgerichtet - die Quelle für Erfindungen, die den Schutz des geistigen Eigentums nach sich ziehen.
Schon jetzt sichert sich die TU zumindest einen Teil der Rechte für Erfindungen und neue Technologien, doch der Umfang könnte noch erheblich gesteigert werden und der Hochschule zusätzliche Einnahmen bescheren. – Dabei ist der Kurs am neuen Münchner Zentrum aus Sicht der Gründer nicht nur umfassender, als die Ausbildung zum Patentanwalt – sondern auch deutlich kürzer: In nur zwei Semestern erhalten die Studenten eine Art Crashkurs in Marken-, Urheber- und Wettbewerbsrecht – und zwar sowohl für das europäische als auch für das US-amerikanische Rechtssystem. Hinzu kommen Veranstaltungen zum Welthandelsrecht und Technologiemanagement. Neben rund 600 Stunden Unterricht – ausschließlich in Englisch - müssen die rund 30 Teilnehmer außerdem ein Praktikum absolvieren. Die Kursgebühren betragen 32tausend Euro, - hinzu kommen Kosten für Unterkunft und Lebenshaltungskosten in einer teuren Stadt wie München. Trotzdem ist das Interesse an dem Masterstudiengang groß. - Margit Hinkel, Managerin des Munich Intellectual Property Law Centers:
Lange bevor wir offiziell Werbung gemacht haben, kam schon die ersten Anfragen. ... Das sind Leute aus allen Teilen der Welt, aus Südamerika, Frankreich, Spanien, China, aus Deutschland und kommen, seit wir mit der Werbung begonnen haben, täglich neue hinzu.
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