Woraus er dieses Pülverchen gewinne, nein, das will der Mann nicht verraten, als er im Bonner Institut für Landwirtschaftliche Botanik vorstellig wird. Aber man brauche nur Saatgut in einer Lösung dieser pulverigen Substanz zu baden, in einer Konzentration von lediglich 6 Teilen des Pulvers auf eine Million Teile Wasser. Das steigere den Ertrag von Gemüse und Getreide um rund 20 Prozent. - Die Botanik-Professorin Dr. Heide Schnabl ist zunächst skeptisch.
Dr. Heide Schnabl: "Er arbeitet schon etwa 20 Jahre mit diesem Pulver, was er über verschiedene Techniken aufarbeiten ließ, und wusste aber nicht, was in diesem Pulver letzenendes diese Ertragssteigerung hervorruft, er wusste nicht, aus welchen Komponenten dieses Pulver besteht, und er wusste auch nicht, welcher Mechanismus dahinter steht."
Den Argwohn der Botanik-Professorin besiegt ihr Forschungstrieb. Heide Schnabl stellt Laborversuche mit der rätselhaften Substanz an. An Tomaten, Gurken und Tabakpflanzen tut sie, wie der Mann mit dem Pulver sie geheißen hat. Und ist begeistert.
Dr. Heide Schnabl: "Es war nicht nur jetzt hier ein höheres Wachstum in der Pflanze zu sehen, sondern, und das hat mich eigentlich besonders gereizt, es war einen zunehmende Toleranz gegen verschiedene Stressoren, z. B. diese Pflanzen sind resistenter gegen Temperaturveränderungen, resistenter gegen Trockenheit ."
Und nicht nur das. Die Versuchspflanzen wehren sich erfolgreicher als andere ihrer Art gegen Angriffe von Krankheitserregern und Schadinsekten. Was unbehandelte Pflanzen nur im Ansatz beherrschen, entwickelten die mit dem Pulver behandelten Pflanzen zur Meisterschaft. Heide Schnabl weiß immer noch nicht, woraus das staubige Zeug mit der durchschlagenden Wirkung bestand. Trotzdem gelingt es ihr, staatliche Forschungsgelder locker zu machen. Ein mysteriöses Forschungsvorhaben, gibt man ihr im Bundes-Forschungsministerium zu bedenken: und dann...
Dr. Heide Schnabl: "...muss man sich gefallen lassen, dass der wissenschaftliche Ruf sehr schnell lädiert wird. Ich wurde darauf hingewiesen, aber ich habe damals schon sehr schnell Blut geleckt, so dass ich gesagt habe, was ist das, was diese Effekte produziert."
Eine vierköpfige Arbeitsgruppe wird gebildet. Man vermutet, für die Wirkungen des Pulvers könnten darin enthaltene Pflanzenhormone verantwortlich sein. Tatsächlich entdeckt das Forscher-Team in der Substanz unter anderem ein Molekül, von dem vorher niemand wusste, dass es in der Natur überhaupt vorkommt. Das 24-epi-secasteron veranlasst - wahrscheinlich in Zusammenarbeit mit anderen Stoffen - die behandelten Pflanzen zu besserem Wachstum, erhöhter Stress-Toleranz und einer schlagkräftigeren Selbstverteidigung. Erst kurz bevor dieser Wirkstoff identifiziert wird, lüftet der Mann mit dem Pulver sein Geheimnis, aus gutem Grund.
Dr. Heide Schnabl: "...weil das wie gesagt ja sein Überlebensgeheimnis ist, er vertreibt diesen Stoff, und zwar nur diesen Stoff, seit langer Zeit"
Es handelt sich um einen Extrakt aus den Samen einer wildwachsenden, schönen, klebrigen Blume: der Pechnelke. In Feldversuchen sorgt der aufbereitete Pechnelkensamen-Extrakt für neue Überraschungen. Mehr Ernteglück dank der Pechnelke hat man vor allem auch außerhalb Europas, sagt Heide Schnabl.
Dr. Heide Schnabl: "Dieser Ertag wird sogar bis auf 40 % gesteigert, in anderen Ländern, in China, in Südafrika, und zwar hängt das damit zusammen, dass in diesen Ländern oft unter nicht optimalen Bedingungen gearbeitet wird, während man bei uns davon ausgehen kann, dass bei uns unter optimalen Bedingungen, Düngen, Nährstoffe, gearbeitet wird."
Die Geschichte des Pechnelkensamen-Extrakts begann vermutlich vor über 200 Jahren in Klöstern rund um‘s Mittelmeer. Über die damalige Tschechoslowakei gelangte das Wissen vor dreißig Jahren nach Deutschland. Die Erforschung der Substanz hat gerade erst begonnen, sagt Heide Schnabl.
Dr. Heide Schnabl: "Ich könnte mir vorstellen, dass die Photosynthese beispielsweise stimuliert wird, das die Atmung, dass das Wurzelwachstum stimuliert wird, das wurde auch beispielsweise, von den Landwirten auch teilweise gesichtet, dass das Wurzelwachstum beispielsweise intensiver ist."
Ein kleines Unternehmen vermarktet das Ernteglück bringende Pechnelkenpulver inzwischen weltweit. Doch viele Fragen sind noch unbeantwortet. Die Bonner Professorin Heide Schnabl hofft auf internationale Kooperationen. Denn die deutschen Forschungsgelder sind versiegt. Hellwach geworden sind inzwischen Gen-Forscher. Sie sind neugierig auf die Erbinformationen, die in der Pechnelke stecken.
Dr. Heide Schnabl: "Hier sind also auch die Genetiker auch schon sehr stark zugange.
Dr. Heide Schnabl: "Er arbeitet schon etwa 20 Jahre mit diesem Pulver, was er über verschiedene Techniken aufarbeiten ließ, und wusste aber nicht, was in diesem Pulver letzenendes diese Ertragssteigerung hervorruft, er wusste nicht, aus welchen Komponenten dieses Pulver besteht, und er wusste auch nicht, welcher Mechanismus dahinter steht."
Den Argwohn der Botanik-Professorin besiegt ihr Forschungstrieb. Heide Schnabl stellt Laborversuche mit der rätselhaften Substanz an. An Tomaten, Gurken und Tabakpflanzen tut sie, wie der Mann mit dem Pulver sie geheißen hat. Und ist begeistert.
Dr. Heide Schnabl: "Es war nicht nur jetzt hier ein höheres Wachstum in der Pflanze zu sehen, sondern, und das hat mich eigentlich besonders gereizt, es war einen zunehmende Toleranz gegen verschiedene Stressoren, z. B. diese Pflanzen sind resistenter gegen Temperaturveränderungen, resistenter gegen Trockenheit ."
Und nicht nur das. Die Versuchspflanzen wehren sich erfolgreicher als andere ihrer Art gegen Angriffe von Krankheitserregern und Schadinsekten. Was unbehandelte Pflanzen nur im Ansatz beherrschen, entwickelten die mit dem Pulver behandelten Pflanzen zur Meisterschaft. Heide Schnabl weiß immer noch nicht, woraus das staubige Zeug mit der durchschlagenden Wirkung bestand. Trotzdem gelingt es ihr, staatliche Forschungsgelder locker zu machen. Ein mysteriöses Forschungsvorhaben, gibt man ihr im Bundes-Forschungsministerium zu bedenken: und dann...
Dr. Heide Schnabl: "...muss man sich gefallen lassen, dass der wissenschaftliche Ruf sehr schnell lädiert wird. Ich wurde darauf hingewiesen, aber ich habe damals schon sehr schnell Blut geleckt, so dass ich gesagt habe, was ist das, was diese Effekte produziert."
Eine vierköpfige Arbeitsgruppe wird gebildet. Man vermutet, für die Wirkungen des Pulvers könnten darin enthaltene Pflanzenhormone verantwortlich sein. Tatsächlich entdeckt das Forscher-Team in der Substanz unter anderem ein Molekül, von dem vorher niemand wusste, dass es in der Natur überhaupt vorkommt. Das 24-epi-secasteron veranlasst - wahrscheinlich in Zusammenarbeit mit anderen Stoffen - die behandelten Pflanzen zu besserem Wachstum, erhöhter Stress-Toleranz und einer schlagkräftigeren Selbstverteidigung. Erst kurz bevor dieser Wirkstoff identifiziert wird, lüftet der Mann mit dem Pulver sein Geheimnis, aus gutem Grund.
Dr. Heide Schnabl: "...weil das wie gesagt ja sein Überlebensgeheimnis ist, er vertreibt diesen Stoff, und zwar nur diesen Stoff, seit langer Zeit"
Es handelt sich um einen Extrakt aus den Samen einer wildwachsenden, schönen, klebrigen Blume: der Pechnelke. In Feldversuchen sorgt der aufbereitete Pechnelkensamen-Extrakt für neue Überraschungen. Mehr Ernteglück dank der Pechnelke hat man vor allem auch außerhalb Europas, sagt Heide Schnabl.
Dr. Heide Schnabl: "Dieser Ertag wird sogar bis auf 40 % gesteigert, in anderen Ländern, in China, in Südafrika, und zwar hängt das damit zusammen, dass in diesen Ländern oft unter nicht optimalen Bedingungen gearbeitet wird, während man bei uns davon ausgehen kann, dass bei uns unter optimalen Bedingungen, Düngen, Nährstoffe, gearbeitet wird."
Die Geschichte des Pechnelkensamen-Extrakts begann vermutlich vor über 200 Jahren in Klöstern rund um‘s Mittelmeer. Über die damalige Tschechoslowakei gelangte das Wissen vor dreißig Jahren nach Deutschland. Die Erforschung der Substanz hat gerade erst begonnen, sagt Heide Schnabl.
Dr. Heide Schnabl: "Ich könnte mir vorstellen, dass die Photosynthese beispielsweise stimuliert wird, das die Atmung, dass das Wurzelwachstum stimuliert wird, das wurde auch beispielsweise, von den Landwirten auch teilweise gesichtet, dass das Wurzelwachstum beispielsweise intensiver ist."
Ein kleines Unternehmen vermarktet das Ernteglück bringende Pechnelkenpulver inzwischen weltweit. Doch viele Fragen sind noch unbeantwortet. Die Bonner Professorin Heide Schnabl hofft auf internationale Kooperationen. Denn die deutschen Forschungsgelder sind versiegt. Hellwach geworden sind inzwischen Gen-Forscher. Sie sind neugierig auf die Erbinformationen, die in der Pechnelke stecken.
Dr. Heide Schnabl: "Hier sind also auch die Genetiker auch schon sehr stark zugange.