Klimawandel
Wissenschaftler: Waldschäden in Europa nehmen weiter zu

Wissenschaftler warnen vor Waldschäden in Europa infolge des Klimawandels. Die durch Brände, Stürme oder den Borkenkäfer verursachten Schäden würden im Vergleich zu den vergangenen Jahrzehnten unter allen analysierten Klimaszenarien zunehmen, teilte das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) unter Berufung auf eine Studie mit.

    Ausgetrocknete und abgestorbene Bäume stehen im Bayerischen Wald.
    Schäden im Bayerischen Wald (Archivbild). (picture alliance/dpa/Klaus Rose)
    Selbst wenn die Erderwärmung auf etwa zwei Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit begrenzt werde, dürften die Waldschäden bis zum Jahr 2100 um rund 20 Prozent ansteigen, heißt es in der Untersuchung mit Beteiligung des PIK, die in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht wurde. Die jährlich geschädigte Waldfläche wächst den Prognosen der Wissenschaftler zufolge bis zum Ende des Jahrhunderts von rund 180.000 Hektar auf etwa 216.000 Hektar pro Jahr. Europas Wälder könnten folglich weniger Kohlenstoff aufnehmen. Der Entzug von Kohlenstoff aus der Luft ist eine Möglichkeit, den Klimawandel einzudämmen.
    Besonders stark betroffen sind der Studie zufolge Süd- und Westeuropa, wo die Veränderungen am ausgeprägtesten ausfallen dürften. Nordeuropa werde insgesamt weniger stark betroffen sein. Auch dort könnten jedoch regionale Hotspots mit erhöhtem Schadensrisiko entstehen, hieß es weiter.
    Diese Nachricht wurde am 06.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.