
Zu diesem Ergebnis kommen Kommunikationswissenschaftler der Universitäten Mainz und München nach Auswertung von 49 Studien. Zugleich sehen sie Verbesserungsbedarf etwa bei der Repräsentanz gesellschaftlicher Gruppen. So erhielten etwa „einfache Bürgerinnen und Bürger“, Frauen und ältere Menschen weniger Sichtbarkeit in den Nachrichten. Ferner kommt es in politischen Gesprächsformaten insbesondere in Krisenzeiten zu Einseitigkeit. Interviewpartner würden zum Teil wiederholt eingeladen. Diese - Zitat - Dauergäste könnten dann Sichtweisen auf bestimmte Themen prägen. Auch in der Wirtschaftsberichterstattung werde die Themenagenda durch einzelne Experten gesetzt.
Der Bayerische Rundfunk hatte das Gutachten für die ARD in Auftrag gegeben. Es sollte auch wissenschaftlich klären, wie sich Vielfalt und Ausgewogenheit im Journalismus definieren, messen und im redaktionellen Alltag umsetzen lassen. Die Autoren raten unter anderem zu systematischem Monitoring journalistischer Vielfalt.
Diese Nachricht wurde am 21.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
