Künstliche Intelligenz
Wissenschaftsrat: Kritisches Denken lässt sich nicht an KI delegieren

Der Wissenschaftsrat hat vor möglichen negativen Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz auf die Hochschulen gewarnt. Der Vorsitzende des Gremiums, Wick, sagte in Köln, kritisches Denken lasse sich nicht an eine KI delegieren.

    Wolfgang Wick, Vorsitzender des Wissenschaftsrats, sitzt auf einem Podium
    Der Vorsitzende des Wissenschaftsrats, Wolfgang Wick, warnt vor Leichtgläubigkeit in Bezug auf Künstliche Intelligenz (Archivbild). (picture alliance / dpa / Rolf Vennenbernd)
    Man müsse die unabhängige menschliche Urteilsfähigkeit in einer Welt erhalten, die immer mehr von Algorithmen durchdrungen sei. Andernfalls drohe die Technologie, die Fähigkeiten zu selbstbestimmtem Denken zu beeinträchtigen, und Kompetenzverlust und Fehlinformiertheit zu begünstigen.
    Zugleich schilderte Wick auch Chancen des KI-Einsatzes an Hochschulen, etwa in Form von besserem Zugang zu Wissensinhalten oder personalisierter Lernunterstützung. Der Wissenschaftsrat empfiehlt unter anderem KI-freie Räume als Bestandteil des Studiums sowie umgestaltete Prüfungsformate. Das 32-köpfige Gremium berät Bundes- und Landesregierungen in akademischen Fragen.

    Hör-Tipp

    Im Podcast KI verstehen gibt es jede Woche Antworten auf Fragen zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz.
    Diese Nachricht wurde am 06.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.