"Schienen-Gipfel"
Wissing: Bund gibt Bahn weiteres Geld - Generalsanierung bis 2030 geplant

Der Bund will die Deutsche Bahn mit weiteren 12,5 Milliarden Euro Eigenkapital ausstatten. Zusammen mit vorherigen Zusagen ergebe sich daraus eine Summe von knapp 40 Milliarden Euro, erklärte Verkehrsminister Wissing bei einem Treffen mit Vertretern der Bahn und der Bauindustrie in Frankfurt am Main.

16.09.2023
    Züge der Deutschen Bahn stehen auf Gleisen
    Die Bahn will bis 2030 ihr Schienennetz sanieren und neue Züge beschaffen. (picture alliance / dpa / Christian Charisius)
    Die Bahn will bis 2030 wichtige Teilstrecken generalsanieren und sie dafür monatelang komplett sperren. Davon betroffen sind in den nächsten Jahren etwa die Strecke Frankfurt-Mannheim oder die Trasse von Berlin nach Hamburg.

    Bahnbeauftragter Theuer: "Knallharte Phase" für Fahrgäste

    Der Bahnbeauftragte der Bundesregierung, Theuer, sagte im Interview der Woche des Deutschlandfunks, die Korridorsanierung gleiche einer Operation am offenen Herzen. Auf die Fahrgäste komme "eine knallharte Phase" zu. Deshalb dränge er darauf, dass Umleitungen ausgewiesen würden und ein Schienenersatzverkehr organisiert werde, der "auch tatsächlich funktioniert". Man hoffe, dass die Strecken nach der Sanierung acht bis zehn Jahre ohne Baustellen seien.
    Theurer zeigte sich zuversichtlich, dass die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit der Bahnverbindungen mit dem Abschluss der Korridorsanierung und dem Fahrzeugprogramm der Deutschen Bahn wieder deutlich steigen wird.

    Ausbau des Güterverkehrs schwierig

    Er verwies darauf, dass auch etwa 750 Kilometer Güterverkehrsstrecken neu gebaut oder ausgebaut werden sollen. Das sei politisch aber manchmal stark umstritten. "Am Sonntag fordern alle: Güter auf die Schiene. Aber, wenn es dann darum geht, im Rheintal oder beim Brennerzulauf auch mal eine neue Güterverkehrsstrecke zu bauen oder eine Strecke auszubauen, dann gibt es auch Widerstände", sagte der Bahnbeauftragte.
    Diese Nachricht wurde am 16.09.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.