
Kälte stelle für diese Menschen eine akute Lebensgefahr dar, sagte Geschäftsführerin Bösing dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Jeden Winter erfrören Menschen auf der Straße, unter Brücken, in Hauseingängen, auf Parkbänken oder in provisorischen Unterständen. Außerdem hätten Obdachlose aufgrund von Vorerkrankungen, Mangelernährung oder Erschöpfung ein erhöhtes Risiko für eine Unterkühlung. Bösing bezeichnete die Hilfsangebote in vielen Kommunen als unzureichend. Vor dem Hintergrund drohender Kürzungen im sozialen Sicherungssystem drohe zudem ein weiterer Anstieg der Wohnungslosigkeit.
Nach Zahlen der Wohnungslosenhilfe gab es im vergangenen Jahr rund eine Million Wohnungslose in Deutschland, ein neuer Höchststand. Als wohnungslos gilt, wer über keine eigene angemietete Wohnung oder Wohneigentum verfügt. Im Gegensatz dazu leben obdachlose Menschen ganz ohne Unterkunft auf der Straße.
Diese Nachricht wurde am 24.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
