
Statt günstigen Ökostrom dort zu verbrauchen, wo er erzeugt werde, entstünden für viele Milliarden Stromautobahnen, damit der Norden den Süden günstig mit Windenergie versorgen könne, sagte der SPD-Politiker der "Süddeutschen Zeitung". In Brandenburg betrage der Strompreis rund 25 Cent je Kilowattstunde. Erzeugt aber werde er hier in Wind- und Solarparks für fünf bis sieben Cent, betonte Woidke. Man verschenke also seinen Standortvorteil. In Skandinavien gebe es schon lange unterschiedliche Stromgebotszonen.
Union und SPD im Bund haben sich im Koalitionsvertrag dagegen ausgesprochen. Bayern und Baden-Württemberg lehnten eine Aufteilung Deutschlands in mehrere Strompreiszonen zuletzt strikt ab. Eine Schwächung der wirtschaftlich starken Regionen im Süden durch höhere Strompreise könne nicht im Interesse der norddeutschen Bundesländer liegen. - Bisher gibt es bundesweit eine Gebotszone mit einem einheitlichen Großhandelspreis. Er bildet sich auf Basis der günstigsten Stromproduktion. Das ist häufig Windenergie aus dem Norden. Der Süden profitiert somit von den günstigen Preisen.
Diese Nachricht wurde am 13.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
