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Wortspiel – Das Musik-Gespräch
Signum Quartett über Janáčeks "Intime Briefe"

Leoš Janáčeks zweites Streichquartett ist eine einzige Liebeserklärung. Gerichtet an seine 38 Jahre jüngere Geliebte, Kammila Stösslova. Wir erklären, wie die Musik "funktioniert".

12.07.2017
    Die vier Musiker des Signum Quartetts mit ihren Streichinstrumenten.
    Selige Liebeskantilenen: Das Signum Quartett erklärt sie (Irène Zandel)
    Der Komponist selbst war schon 74 Jahre alt, als er dieses, sein bedeutendstes kammermusikalisches Werk 1928 vollendete. Ein Jahrzehnt lang hatte Janáček seine Kammila mit Liebesbriefen überschüttet. Auch seine Komposition klingt wie ein großes Bekenntnis. Zwei charaktervolle Themen eröffnen den ersten der vier Sätze, ein leidenschaftliches Sextenthema der Violinen einerseits und eine geheimnisvolle Antwort im dreifachen Pianissimo der Bratsche andererseits– als männlich-weiblichen Kontrast hat Janáček sie selbst bezeichnet. Das "weibliche" Thema blüht im Verlauf des Satzes förmlich auf. Selige Liebeskantilenen, heftige Eruptionen und tanzende Glückseligkeit bestimmen die Folgesätze. Wie sich die Themen entwickeln, wie die Sätze aufeinander reagieren und die "Intimen Briefe" gestaltet sind - darüber spricht Christoph Schmitz mit den Musikern des Signum Quartetts, die zahlreiche musikalische Beispiele bieten.