
Die Teilnehmerinnen von WTA-Turnieren müssen sich einmalig auf das SRY-Gen hin untersuchen lassen. Dieses ist entscheidend für die Entwicklung männlicher Geschlechtsorgane. Bisher galt, dass Personen teilnehmen durften, die ihr Geschlecht als weiblich angaben und vor dem Wettkampf einen niedrigen Testosteronspiegel hatten.
WTA: "sensibles und komplexes Thema"
Die WTA begründet die Änderung damit, dass sie einen klaren Teilnahmestandard schaffen soll. Man sei sich bewusst, dass es sich um ein sensibles und komplexes Thema handle. Die Vereinigung betonte, man verpflichte sich, die Richtlinie respektvoll und umsichtig umzusetzen. Derzeit sind keine Transgender-Frauen bekannt, die auf der WTA-Tour spielen.
Auslöser der verschärften Regeln waren Diskussionen über zwei Boxerinnen. Imane Khelif und Lin Yu-ting gewannen bei den Olympischen Spielen in Paris 2024, wurden jedoch zuvor vom Box-Weltverband Iba von der Weltmeisterschaft ausgeschlossen. Die Sportlerinnen hätten wegen Geschlechtertests die Teilnahmekriterien nicht erfüllt.
Diese Nachricht wurde am 21.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
