Weltwirtschaft
WTO-Chefin: "Wir erleben die schlimmsten Verwerfungen der letzten 80 Jahre"

Die Chefin der Welthandelsorganisation, Okonjo-Iweala, sieht den globalen Handel in einer der größten Krisen seit dem ‌Ende des ⁠Zweiten Weltkriegs.

    Ngozi Okonjo-Iweala, Generaldirektorin der Welthandelsorganisation (WTO), spricht auf einer Pressekonferenz vor der Eröffnung der 12. WTO-Ministerkonferenz .
    Ngozi Okonjo-Iweala, Generaldirektorin der Welthandelsorganisation (WTO) (dpa-news/Martial Trezzini)
    Man erlebe ⁠gerade die schlimmsten Verwerfungen der letzten 80 Jahre, sagte die WTO-Generaldirektorin der Zeitung "Die Welt". Dennoch finde der Warenaustausch rund um die Erde weiter zu fast drei Viertel gemäß WTO-Vorschriften statt. Die große Mehrheit der Mitglieder wende das Regelwerk an, führte Okonjo-Iweala aus. Nicht alles sei kaputt. Trotz der umstrittenen Zollpolitik von US-Präsident Trump verteidigte Okonjo-Iweala ⁠die Vereinigten Staaten. Man schätze die USA als Mitglied und freue sich, dass sie weiter dabei seien. Außerdem sei es gut, wenn die WTO-Staaten nun – anders als vielleicht zuvor – bereit seien, schwierige Reformen anzupacken.
    Diese Nachricht wurde am 15.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.