Wirtschaft
WTO-Konferenz endet ohne Ergebnis - Streit über Zölle auf Digitalprodukte

Die viertägigen ​Verhandlungen der Welthandelsorganisation sind in Kamerun ergebnislos zu Ende gegangen.

    EU-Handelskommissar Sefcovic (2. v. l.) spricht während einer Pressekonferenz auf der Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation in Yaoundé in Kamerun. Auf dem Podium befinden sich drei weitere Personen.
    Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation in Yaoundé in Kamerun ging ohne Ergebnis zu Ende. (AFP / -)
    Brasilien blockierte einen Vorstoß der USA und ‌anderer Länder, ein Aussetzen von Zöllen auf Digitalprodukte zu verlängern. Damit sei die Vereinbarung ausgelaufen und die Mitgliedsstaaten könnten nun entsprechende Zölle erheben, sagte WTO-Generaldirektorin Okonjo-Iweala.
    Der Staatssekretär im britischen Handelsministerium, Kyle, bezeichnete das Scheitern als Rückschlag für den Welthandel. Eine Einigung beim sogenannten E-Commerce galt als entscheidend, um die Unterstützung der USA für die WTO zu sichern. Die USA sind grundsätzlich gegen solche Zölle etwa auf Streaming oder bestimmte Downloads. Andere Länder wollen dagegen nicht auf mögliche Steuereinnahmen verzichten.
    Fortschritte machten die Delegierten auf dem Weg zu Reformen der Organisation. Konkrete Vereinbarungen stehen allerdings noch aus. Beobachter sahen die Konferenz als Test für die Handlungsfähigkeit der WTO nach einem Jahr schwerer Turbulenzen im Welthandel.
    Diese Nachricht wurde am 30.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.