
Laut der Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung sehen rund 18 Prozent der Befragten in Westdeutschland ein gleichberechtigtes Modell als ideal an, in dem beide Eltern 30 Stunden arbeiten und sich Haushalt und Kinderbetreuung teilen. In Ostdeutschland sind es 15 Prozent. Tatsächlich gelebt wird das Modell aber in beiden Landesteilen nur von drei Prozent der Familien mit Kindern im Grundschulalter. Am häufigsten ist in der Realität das sogenannte Zuverdienermodell, in dem der Mann in Voll- und die Frau in Teilzeit arbeitet.
Als mögliche Gründe für die Differenz nennt die Studie unter anderem fehlende Kinderbetreuung sowie das Zusammenspiel von Ehegattensplitting und der steuerlichen Behandlung von Minijobs.
Diese Nachricht wurde am 17.07.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.