Nach Ansicht der Frankfurter Allgemeine Zeitung verdient die Entwicklung bei Yukos "höchste Aufmerksamkeit": "Sie wird zeigen, wie weit der Arm amerikanischer Gerichte reicht. Auch wenn der Zweck das Mittel rechtfertigen mag, kann man ob des globalen Anspruchs dieser Gerichtsbarkeit nicht wirklich froh werden. In Russland selbst herrscht staatswirtschaftliche Zügellosigkeit. Der russische Staat begreift das Vorgehen gegen Yukos als Teil des politischen Kampfes gegen die Oligarchen. Aber dies rechtfertigt nicht die Winkelzüge jenseits des legalen Scheins", betont die F.A.Z.
Als eine "Farce" bezeichnet das Handelsblatt die Versteigerung von Yuganskneftegaz: "Nun wird gerätselt, wer hinter der Gruppe mit dem sibirischen Namen steckt, und immer werden genannt: der staatlich kontrollierte russische Gasgigant Gazprom oder der ebenfalls mit dem Kreml verbandelte Ölproduzent Surgutneftegaz. Logisch wäre dies. Denn die gesamte Geschichte russischer Privatisierungsauktionen zeigt, dass am Ende immer der von vornherein gewünschte Sieger auch den Zuschlag erhält."
Noch schärfer formuliert die Frankfurter Rundschau: "Die Zerschlagung der noch vor einem Jahr wertvollsten Firma Russlands beweist, dass sich Russland unter Putin bewusst von echter Marktwirtschaft und einer unabhängigen Justiz ab- und einem Feudalrecht schlechter russischer Tradition zuwendet."
Finanzminister Eichel drängt die Bundesbank, angesichts des sinkenden Dollarkurses einen Teil ihrer Goldreserven zu verkaufen. "Soll sich die Bundesbank tatsächlich darauf einlassen?", fragt die Süddeutsche Zeitung. "Wenn sie sich dadurch in der Öffentlichkeit zum Büttel des Finanzministers macht, lautet die klare Antwort: Nein. Gleichwohl müssen auch die Frankfurter Währungshüter rechnen. Wenn sie jetzt verkaufen, würde sich dies lohnen, da Gold so teuer ist wie seit langem nicht mehr. Aber es gibt noch ein anderes Kalkül: Gerade weil die Dollar-Reserven sich verflüchtigen, sollte die Bundesbank ihr Anlagerisiko mindern, mithin also am Gold festhalten."
Die Financial Times Deutschland hält die Konjunktur zum Jahresende für robuster als Skeptiker sagen: "Selbst der Einzelhandel will Hoffnungswerte im Weihnachtsgeschäft ausgemacht haben. Natürlich hinkt Deutschland in vielem noch hinterher. Vor allem aber dämpfen der derzeit teure Euro und die reformbedingten Einbußen bei den Einkommen das Wachstum. Anders als viele Pessimisten behaupten, bedeutet das keineswegs, dass das Land zur Stagnation verdammt ist", glaubt die Financial Times Deutschland.
Als eine "Farce" bezeichnet das Handelsblatt die Versteigerung von Yuganskneftegaz: "Nun wird gerätselt, wer hinter der Gruppe mit dem sibirischen Namen steckt, und immer werden genannt: der staatlich kontrollierte russische Gasgigant Gazprom oder der ebenfalls mit dem Kreml verbandelte Ölproduzent Surgutneftegaz. Logisch wäre dies. Denn die gesamte Geschichte russischer Privatisierungsauktionen zeigt, dass am Ende immer der von vornherein gewünschte Sieger auch den Zuschlag erhält."
Noch schärfer formuliert die Frankfurter Rundschau: "Die Zerschlagung der noch vor einem Jahr wertvollsten Firma Russlands beweist, dass sich Russland unter Putin bewusst von echter Marktwirtschaft und einer unabhängigen Justiz ab- und einem Feudalrecht schlechter russischer Tradition zuwendet."
Finanzminister Eichel drängt die Bundesbank, angesichts des sinkenden Dollarkurses einen Teil ihrer Goldreserven zu verkaufen. "Soll sich die Bundesbank tatsächlich darauf einlassen?", fragt die Süddeutsche Zeitung. "Wenn sie sich dadurch in der Öffentlichkeit zum Büttel des Finanzministers macht, lautet die klare Antwort: Nein. Gleichwohl müssen auch die Frankfurter Währungshüter rechnen. Wenn sie jetzt verkaufen, würde sich dies lohnen, da Gold so teuer ist wie seit langem nicht mehr. Aber es gibt noch ein anderes Kalkül: Gerade weil die Dollar-Reserven sich verflüchtigen, sollte die Bundesbank ihr Anlagerisiko mindern, mithin also am Gold festhalten."
Die Financial Times Deutschland hält die Konjunktur zum Jahresende für robuster als Skeptiker sagen: "Selbst der Einzelhandel will Hoffnungswerte im Weihnachtsgeschäft ausgemacht haben. Natürlich hinkt Deutschland in vielem noch hinterher. Vor allem aber dämpfen der derzeit teure Euro und die reformbedingten Einbußen bei den Einkommen das Wachstum. Anders als viele Pessimisten behaupten, bedeutet das keineswegs, dass das Land zur Stagnation verdammt ist", glaubt die Financial Times Deutschland.