
Das sei der niedrigste Stand seit mehr als einem Jahrzehnt. Der Anteil deutscher Anmeldungen am Gesamtaufkommen sei binnen zehn Jahren von 17,9 auf 12,8 Prozent gefallen. Gleichwohl liege die Bundesrepublik auf dem zweiten Platz hinter den USA mit gut 48.000 Patent-Anmeldungen.
Grund für die Entwicklung sei eine Verschiebung zwischen den Branchen. Besonders großes Wachstum gebe es in digitalen Bereichen. Diese spielten bei Patent-Anmeldungen aus Deutschland keine so große Rolle. In den hierzulande starken Feldern wie Maschinenbau und Fahrzeugtechnik stagnierten die Patent-Anmeldungen dagegen, hieß es.
Insgesamt stieg die Zahl der Anträge beim Europäischen Patentamt um 2,5 Prozent auf den Höchststand von mehr als 193.000. Erfindungen werden demnach vor allem in der Energietechnik gemacht, zum Beispiel bei der Speicherung von Strom. Im Bereich der Digitaltechnik gab es mit elf Prozent mehr Patenten den größten Zuwachs. Mit dem umstrittenen Telekom-Ausrüster Huawei kommt der weltweit eifrigste Patent-Anmelder zum zweiten Mal in Folge aus China.
Das Europäische Patentamt ist eine eigene, von der EU unabhängige Organisation. Ihr haben sich fast alle Staaten des Kontinentes angeschlossen. Nur Russland, Weißrussland und die Ukraine haben ihren Patentschutz unabhängig davon geregelt.
Diese Nachricht wurde am 28.03.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
