
Das waren nach Angaben des Netzwerks RIAS fast doppelt so viele wie im Jahr davor. Der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen erklärte, oft hätten die Taten einen rechtsextremen Hintergrund, knapp die Hälfte der Vorfälle sei antiisraelisch motiviert gewesen. RIAS führt unter anderem Schmierereien, Beschädigungen oder Pöbeleien auf. Das Mitglied vom Zentralrat der Juden in Deutschland, Groys, sagte, Angriffe auf Gedenkstätten richteten sich gegen die Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen und gegen demokratische Grundwerte. RIAS-Referentin Kinzel forderte mehr Fortbildung und Unterstützung für Mitarbeiter der Gedenkstätten.
RIAS ist ein Netzwerk von Meldestellen, bei denen Betroffene antisemitische Vorfälle melden können - auch solche, die nicht strafbar sind.
Diese Nachricht wurde am 18.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
