Kein europäischer Spitzenreiter mehr
Zahl der Asylanträge in Deutschland auf Rekordtief

Die Zahl der Asylanträge in Deutschland ist im ersten Quartal um 23 Prozent gesunken und hat ein Rekordtief erreicht.

    Ein Formular für einen Erstantrag auf Asyl, angekreuzt ist das Feld Unbeschränkter Asylantrag
    Die Zahl der Asylanträge ist deutlich zurückgegangen. (picture alliance / foto2press / Oliver Baumgart)
    Das berichtet die "Welt am Sonntag" und zitiert aus einen vertraulichen Bericht der Asylagentur der Europäischen Union. Demnach wurden in den ersten drei Monaten dieses Jahres weniger als 29.000 Anträge gestellt. Zum ersten Mal seit 2015 belegt Deutschland damit den vierten Platz in der europäischen Asylstatistik, nachdem es jahrelang an der Spitze lag. Dort ist derzeit Frankreich mit nahezu 35.000 Schutzgesuchen zu finden, gefolgt von Spanien und Italien.
    Experten nennen in dem Bericht den Rückgang von Asylanträgen aus Syrien und der Ukraine als wesentlichen Grund für die Entwicklung in Deutschland. Nur noch neun Prozent der Schutzanträge gehen in diesem Jahr von Syrern aus, die mit 38 Prozent meisten Anträge wurden von afghanischen Staatsbürgern gestellt.
    Diese Nachricht wurde am 19.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.