
Wie das Bundesinnenministerium mitteilte, wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im vergangenen Monat knapp 5.600 Erstanträge gestellt - rund 30 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Niedriger war die Zahl zuletzt 2020, als während der Corona-Pandemie strenge Einreisebestimmungen galten.
Auch insgesamt fiel die Migration nach Deutschland zuletzt geringer aus. Im vergangenen Jahr wanderten rund 1,48 Millionen Menschen ein. Das sind nach Angaben des Statistischen Bundesamts 13 Prozent weniger als im Jahr davor. Mit Ausnahme der Corona-Jahre 2020 und 2021 ist das der niedrigste Wert seit 2014. Eine Ursache ist nach Angaben des Statistikamtes die sinkende Zahl der Asylbewerber.
Bundesinnenminister Dobrindt sieht in den Zahlen einen Erfolg der aktuellen Flüchtlingspolitik. Migrationsforscher erklären den Rückgang vor allem mit der veränderten Situation in Herkunftsländern wie Syrien und Transitstaaten wie der Türkei.
Diese Nachricht wurde am 02.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
