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Bericht
Zahl der Asylklagen an deutschen Gerichten deutlich gestiegen

Die Zahl der Asylklagen vor den deutschen Verwaltungsgerichten ist deutlich gestiegen.

    Ein Laptop zeigt einen Asylantrag.
    Die Zahl der Klagen nach Ablehnung von Asyl sind stark gestiegen (Archivbild). (www.imago-images.de/ McPHOTO)
    2024 gingen bei den Gerichten mehr als 100.000 Fälle neu ein, wie eine Umfrage der Deutschen Richterzeitung bei den zuständigen Ministerien der Länder ergab. Im Jahr davor waren es noch knapp 72.000 Fälle und 2022 rund 62.000. Mit einer Asylklage wehren sich abgelehnte Antragsteller gegen die Entscheidung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Den Angaben zufolge stieg die Zahl auch deshalb, weil das Bundesamt seine aus Vorjahren anhängigen Asylverfahren inzwischen schneller abarbeitet.
    Die Bearbeitungszeiten liegen in den meisten Bundesländern weiter deutlich über dem Ziel der Ministerpräsidentenkonferenz von höchstens sechs Monaten. In einigen Fällen werden mehr als 24 Monate benötigt. Am kürzesten ist die Verfahrensdauer in Rheinland-Pfalz mit 5,4 Monaten. 
    Diese Nachricht wurde am 05.03.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.