Nach Hantavirus-Ausbruch
Zahl der bestätigten Fälle auf fünf gestiegen - drei Passagiere von Kreuzfahrtschiff "Hondius" evakuiert

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff sind vor der Küste von Kap Verde drei Passagiere mit Verdacht auf eine Infektion evakuiert worden.

    Das Kreuzfahrtschiff MV Hondius liegt vor dem Hafen von Praia, der Hauptstadt von Kap Verde, vor Anker (04.05.2026).
    Das Kreuzfahrtschiff MV Hondius liegt vor dem Hafen von Praia, der Hauptstadt von Kap Verde, vor Anker (04.05.2026). (AFP)
    Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind sie auf dem Weg in die Niederlande. Bislang wurden nach Angaben der WHO an Bord acht mutmaßliche Hantavirus-Fälle registriert, fünf davon wurden inzwischen bestätigt. Drei Infizierte sind gestorben. Spanien erteilte dem Schiff mit knapp 150 Menschen an Bord inzwischen die Erlaubnis, einen Hafen auf den Kanarischen Inseln anzulaufen. Je nach Virenstamm kann das Hantavirus im schlimmsten Fall zu Nierenversagen oder Lungenödemen führen.
    Der Tropenmediziner Schmidt-Chanasit hält eine größere Ausbreitung für unwahrscheinlich. Er sagte im Deutschlandfunk Nova, optimale Verbreitungsbedingungen gebe es nur bei engen, länger anhaltenden Kontakten.
    Diese Nachricht wurde am 07.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.