
Berlin registrierte mit rund 1.400 Borreliose-Fällen so viele wie noch nie seit Beginn der Meldepflicht im Jahr 2013. In Bayern infizierten sich knapp 5.500 Menschen mit der Krankheit. Das waren rund 1.500 mehr als im Jahr 2024.
In Sachsen wurden voriges Jahr zudem 47 Fälle der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) gezählt. Im Jahr davor waren 63 Fälle aktenkundig geworden, 2023 waren es 34.
Sowohl Borreliose als auch FSME können durch den Stich von Zecken übertragen werden. Gegen FSME gibt es eine Schutzimpfung, Borreliose wird mit Antibiotika behandelt. Durch FSME kann es zu Ausfällen des Nervensystems kommen. Die Lyme-Borreliose äußert sich durch Müdigkeit, Leistungsabfall und Fieber. Zudem rötet sich häufig die Haut kreisförmig um die Stelle des Zeckenstichs. Unbehandelt kann Borreliose zu Gelenk,- Herzmuskel- und Nervenentzündungen führen.
Die Zeckensaison dauert in Deutschland ungefähr von März bis September. Durch die wärmeren Temperaturen aufgrund des Klimawandels dehnt sich dieser Zeitraum zuweilen aus.
Diese Nachricht wurde am 11.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
