
Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo hatte laut der afrikanischen Gesundheitsbehörde in der nordöstlichen Provinz Ituri begonnen. Für den derzeit auftretenden Bundibugyo-Typ des Virus gibt es weder einen Impfstoff noch eine Therapie. Ebolafieber ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Auch die Leiche eines Menschen, der an Ebola gestorben ist, ist hoch ansteckend und muss daher nach bestimmten Regeln begraben werden.
Klinikzelte im Streit um Ebola-Toten niedergebrannt
Darum hatte es Streit in einem Krankenhaus in Rwampara in der Provinz Ituri gegeben. Nach Tumulten zwischen Angehörigen und Ärzten brannten zwei Behandlungszelte nieder. Die Familie des Mannes, der mit Ebola-Symptomen gestorben war, habe die Leiche für eine Bestattung abholen wollen, doch die Ärzte hätten dies verweigert, erklärte der zuständige Anführer der Volksgruppe Bahema. Die Patienten konnten sich aus den Zelten retten.
Die Größe der betroffenen Region und das Ausmaß der Epidemie stellen eine enorme logistische Herausforderung für die Helfer dar. Mancherorts sind die bestehenden Kapazitätsgrenzen, zum Beispiel für die Isolierung der Patienten, bereits erreicht. Maximilian Gertler, Epidemiologe für Ärzte ohne Grenzen, erklärte, gegenwärtig sei die Organisation dabei, tonnenweise Schutzausrüstung und logistisches Material wie Generatoren, Kühlgeräte und natürlich zusätzliches Personal in die Region zu bringen, um zusätzliche Zentren aufzubauen. Auch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ist angesichts des schnellen Anstiegs der Verdachtsfälle besorgt. Der Ausbruch breite sich rasant in Gebieten aus, deren Gesundheitssysteme ohnehin schon schwach sei und in denen häufig Grenzübertritte stattfänden, hieß es.
Diese Nachricht wurde am 22.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
