
Das geht aus dem Jahresbericht für 2025 hervor, den Bundesinnenminister Dobrindt und Verfassungsschutzpräsident Selen in Berlin vorgestellt haben. Dessen Behörde zählte im vergangenen Jahr rund 58.700 Personen zur rechten Szene, etwa 8.500 mehr als im Vorjahr. Die Zahl gewaltorientierter Rechtsextremisten stieg leicht von 15.300 auf 15.600. Einen Anstieg dokumentierten die Verfassungsschützer auch in der linken Szene. Hier wurde ein Zuwachs an politischen Extremisten um rund 4.200 auf 42.200 Personen registriert.
Angesprochen auf ein mögliches AfD-Verbotsverfahren bekräftigte Bundesinnenminister Dobrindt seine Skepsis. Der Minister verwies auf eine Entscheidung des Landgerichts Köln vom Februar, nach der das Bundesamt für Verfassungsschutz die Partei nicht als gesichert rechtsextremistisch einstufen darf. Das Urteil mache wenig Hoffnung auf eine positive Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts für ein Verbotsverfahren, erklärte Dobrindt. Der neue Verfassungsschutzbericht schätzt ein Drittel der rund 70.000 AfD-Mitglieder als rechtsextrem ein.
Diese Nachricht wurde am 30.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
