
Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks lebten im vergangenen Jahr etwa 42 Millionen Menschen infolge von Krieg und anderen Formen der Gewalt nicht in ihren Heimatländern. Das waren drei Prozent weniger als Ende 2024. Das UNHCR führt den Rückgang darauf zurück, dass viele Flüchtlinge in ihre Heimatländer zurückgekehrt seien, etwa nach Afghanistan, Syrien und in die Demokratische Republik Kongo. UNHCR-Chef Salih betonte, die Rückkehr sei in vielen Fällen nicht freiwillig erfolgt. So seien etwa afghanische Flüchtlinge aus Pakistan und dem Iran teils gewaltsam vertrieben worden.
Dem Bericht zufolge leben 70 Prozent der Flüchtlinge weltweit seit mindestens fünf Jahren im Exil, die meisten als Binnenvertriebene oder in armen Nachbarländern ihrer Herkunftsstaaten.
Diese Nachricht wurde am 11.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
