Deutschland
Zahl der Geburten sinkt auf niedrigsten Stand der Nachkriegszeit

Die Zahl der Geburten in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 1946 gesunken.

    Ein neugeborenes Baby, das in einer kleinen Krankenhaus-Krippe liegt, hält den Finger eines Erwachsenen.
    Die Zahl der Geburten in Deutschland ist stark gesunken. (imago / YAY Images)
    Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden auf Basis vorläufiger Ergebnisse mit. Demnach kamen in Deutschland 654.300 Kinder zur Welt. Wie in den Vorjahren ging die Geburtenzahl in den östlichen Bundesländern mit 4,5 Prozent stärker zurück als in den westlichen Bundesländern. Dort lag der Rückgang bei 3,2 Prozent. Unter den Bundesländern verzeichnete ausschließlich Hamburg ein Plus von 0,5 Prozent.
    Die Statistiker führen den Geburtenrückgang vorallem auf zwei Entwicklungen zurück: Zum einen kämen die zahlenmäßig kleineren Geburtenjahrgänge der 1990er Jahre in das wichtige Alter von Anfang 30, in dem häufig die Entscheidung für Kinder falle. Zum anderen sinke seit 2022 die zusammengefasste Geburtenziffer, die angibt, wie viele Kinder eine Frau im Durchschnitt bekommt.
    Einen Rückgang der Geburtenzahlen melden laut vorläufigen Ergebnissen für 2025 auch andere EU-Staaten, darunter Frankreich, Österreich, Italien und Schweden.
    Diese Nachricht wurde am 28.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.