
Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden auf Basis vorläufiger Ergebnisse mit. Demnach kamen in Deutschland 654.300 Kinder zur Welt. Wie in den Vorjahren ging die Geburtenzahl in den östlichen Bundesländern mit 4,5 Prozent stärker zurück als in den westlichen Bundesländern. Dort lag der Rückgang bei 3,2 Prozent. Unter den Bundesländern verzeichnete ausschließlich Hamburg ein Plus von 0,5 Prozent.
Die Zahl der Sterbefälle betrug 2025 rund 1,01 Millionen und überstieg damit die Zahl der Geburten um 352.000.
Familienverband: "Dramatischer Weckruf"
Der Deutsche Familienverband nannte den Rückgang der Geburtenzahlen einen "dramatischen Weckruf". Bundesgeschäftsführer Heimann sagte der Nachrichtenagentur epd, dass sich die Geburtenzahl auf dem niedrigsten Stand seit 1946 befinde, sei kein historischer Zufall. Es handele sich um das Ergebnis einer jahrzehntelangen strukturellen Benachteiligung von Familien. Der Deutsche Familienverband ist nach eigenen Angaben parteipolitisch und konfessionell ungebunden. Der Verband setzt sich für eine Politik ein, die Familien in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Handelns stellt.
Diese Nachricht wurde am 28.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
