Gesundheitspolitik
Zahl der Krankenkassen reduzieren: Schwarz-Rot macht weiter Druck

Die schwarz-rote Koalition macht in der Reformdebatte zur Gesundheitspolitik weiter Druck auch für strukturelle Veränderungen.

    Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Christos Pantazis, spricht im Bundestag.
    Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Christos Pantazis. (picture alliance / dts-Agentur / -)
    Die SPD hat erneut für die Reduzierung der Zahl an Krankenkassen plädiert. Ihr gesundheitspolitischer Sprecher, Pantazis, sagte der Bild, man brauche keine 90 Krankenkassen. Ein halbes Dutzend bis maximal ein Dutzend reiche aus. Entscheidend sei eine sinnvolle Mindestgröße. Vor wenigen Tagen hatte sich Pantazis bereits ähnlich geäußert. CDU-Generalsekretär Linnemann sprach sich für nur noch zehn Krankenkassen aus. Forderungen nach einer Reduzierung der Krankenkassen gibt es bereits seit Jahrzehnten.
    Hintergrund ist aktuell die Debatte über den Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsministerin Warken (CDU). Ihre Pläne für eine Reform der gesetzlichen Krankenversicherung sehen Einsparungen von 20 Milliarden Euro im kommenden Jahr vor. Vorgesehen sind Einsparungen bei Praxen, Kliniken und Pharmakonzernen. Außerdem sollen Gutverdiener stärker belastet und die kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern eingeschränkt werden.
    Diese Nachricht wurde am 20.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.