Medienbericht
Zahl der Straftaten gegen Obdachlose stark gestiegen

Die Zahl der Straftaten gegen obdachlose Menschen ist im vergangenen Jahr um fast 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

    Ein Mensch ohne Obdach liegt in einen Schlafsack gehüllt morgens im Bahnhof Tempelhof mit einem Becher für Spenden vor sich und schläft auf dem Boden.
    Im vergangenen Jahr erfasste die Polizei deutlich mehr Straftaten gegen Obdachlose. (picture alliance / ZB / Matthias Tödt)
    Das teilte das Bundesinnenministerium nach Angaben der "Rheinischen Post" mit. Demnach gab es 2025 mehr als 2.560 Straftaten. In den beiden Vorjahren waren es jeweils knapp 2.200. Am häufigsten wurden obdachlose Menschen in Berlin zu Opfern, gefolgt von Bayern und Nordrhein-Westfalen. Weiter hieß es, es werde eine hohe Dunkelziffer vermutet, da die Betroffenen die Taten oft nicht anzeigten. Die polizeiliche Aufklärungsquote bei Straftaten gegen Obdachlose ist dem Bericht zufolge unterdurchschnittlich. Die Linken-Bundestagsabgeordnete Mirow sprach von einer beispiellosen Gewalteskalation auf unseren Straßen
    Diese Nachricht wurde am 13.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.