Westafrika
Zahl der Todesopfer bei Militäreinsatz Nigerias und der USA gegen den IS wird nun deutlich höher angegeben

Nach dem gemeinsamen Militäreinsatz des nigerianischen und des US-Militärs gegen mutmaßliche IS-Terroristen ist die Zahl der Todesopfer deutlich nach oben korrigiert worden.

    Auf diesem vom Adamawa State Government House veröffentlichten Foto fotografiert ein Soldat verbrannte Motorräder im Nordosten Nigerias, das am 26.04.2026 von Kämpfern der Gruppe Islamischer Staat angegriffen wurde.
    Regierungstruppen in Nigeria gehen gegen IS vor. (Adamawa state Government House via AP/dpa)
    Die Armee des westafrikanischen Landes gibt die Zahl nun mit 175 an. Zuvor hatte sie von 20 Toten gesprochen. Den Angaben zufolge soll es sich um Kämpfer der Dschihadisten-Miliz IS handeln. Der Einsatz im nordöstlichen Bundesstaat Borno richtete sich gegen deren Kontrollpunkte und Waffenlager. Eigene Verluste habe es nicht gegeben, hieß es.
    Bei einem gemeinsamen Einsatz der USA und Nigerias am Wochenende soll bereits ein ranghoher IS-Kommandeur getötet worden sein.
    Im vergangenen Jahr hatten beide Länder eine militärische Zusammenarbeit vereinbart. Zuvor war ein diplomatischer Streit beigelegt worden. US-Vertreter hatten der nigerianischen Regierung vorgeworfen, nichts gegen die Verfolgung von Christen zu unternehmen.
    Diese Nachricht wurde am 20.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.