Luhansk
Zahl der Toten nach Angriff auf Bildungseinrichtung steigt auf zehn

Nach dem ukrainischen Angriff auf eine Bildungseinrichtung im russisch besetzten Luhansk ist die Zahl der Toten nach Behördenangaben auf zehn gestiegen. Insgesamt gab es demnach 48 Verletzte. In der russischen Hafenstadt Noworossijsk geriet derweil eine Öllagerstätte infolge eines Drohnenangriffs in Brand.

    Eine Stadt am Meer, im Wasser liegen mehrere Schiffe.
    Die russische Hafenstadt Noworossijsk (Archivbild) (IMAGO / ITAR-TASS / IMAGO / Dmitry Feoktistov)
    Dem von Moskau eingesetzten Verwalter in Luhansk, Passetschnik, zufolge wurden ein Lehrgebäude und ein Wohnheim der Pädagogischen Hochschule in der Stadt Starobilsk getroffen. Es würden noch Menschen vermisst, hieß es. Die Suche in den Trümmern dauert demnach an. Laut Russland handelte es sich um eine ukrainische Drohnenattacke. Der ukrainische Generalstab erklärte dagegen, seine Streitkräfte hätten ein "Hauptquartier" einer russischen Militäreinheit bombardiert, das sich "im Gebiet der Stadt Starobilsk" befinde. Der Angriff habe sich nicht gegen Zivilisten gerichtet. UNO-Generalsekretär Guterres verurteilte den Angriff. Solche Attacken seien völkerrechtswidrig und müssten sofort aufhören, sagte einer seiner Sprecher.

    Angriff auf Öl-Infrastruktur am Schwarzen Meer

    Derweil geriet beim Absturz einer ukrainischen Drohne in der russischen Stadt Hafenstadt Noworossijsk eine Öllagerstätte in Brand. Herabfallende Drohnenteile hätten das Feuer ausgelöst, teilte Bürgermeister Krawtschenko mit. Es gebe zwei Verletzte. Den Angaben zufolge gerieten auch mehrere Hafengebäude in Brand.
    Am Hafen der Stadt Noworossijsk in der südrussischen Grenzregion Krasnodar wird rund ein Fünftel der per Schiff transportierten russischen Rohöllieferungen abgewickelt. Der Hafen ist der größte Exportknotenpunkt Russlands am Schwarzen Meer. Die Anlagen in Noworossijsk waren bereits wiederholt das Ziel ukrainischer Drohnenangriffe.
    Diese Nachricht wurde am 23.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.