
Seit dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober habe das Bundeskriminalamt 2.249 antisemitische Straftaten erfasst, sagte der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Klein, in Berlin. Das seien etwa viermal mehr als im Vorjahreszeitraum. Er kritisierte, dass das hohe Niveau judenfeindlicher Taten dennoch weitgehend aus der öffentlichen Debatte und der Medienberichterstattung verschwunden sei.
Der bayerische Antisemitismusbeauftragte Spaenle sagte im Deutschlandfunk, der Schutz jüdischen Lebens müsse als Staatsziel ins Grundgesetz aufgenommen werden, um so langfristig politisches Handeln beeinflussen zu können. Außerdem plädierte er dafür, noch stärker als bisher in Schulen und in der Erwachsenenbildung über Antisemitismus zu informieren.
Diese Nachricht wurde am 25.01.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
