Dienstag, 21. Mai 2024

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RS-Viren
Zahl von Klinikbehandlungen bei Säuglingen im Winter 2022 stark gestiegen

Im vergangenen Winter mussten deutlich mehr Neugeborene und Säuglinge wegen akuter Atemwegserkrankungen im Krankenhaus behandelt werden.

02.04.2023
    Intensivpflegerinnen pflegen auf der Kinder-Intensivstation des Olgahospitals des Klinkums Stuttgart einen am Respiratorischen Synzytial-Virus (RS-Virus oder RSV) erkrankten Patienten, der beatmet wird.
    Die Zahl der Säuglinge, die wegen einer Infektion mit dem RS-Virus behandelt wurden, ist im vergangenen Winter deutlich gestiegen. (picture alliance / dpa / Marijan Murat)
    Wie die Krankenkasse DAK mitteilte, wurden rund 17.000 Babys in Kliniken wegen einer Infektion mit sogenannten RS-Viren eingewiesen. Die Zahl der Betroffenen habe damit rund fünfmal höher als im Jahr 2018 gelegen. Der Anteil der unter Einjährigen auf den Intensivstationen sei um 350 Prozent gestiegen. Mediziner sprachen von Nachholeffekten nach der Coronapandemie. Während der Pandemie wurden nahezu keine Kinder mit RSV-Infektionen im Krankenhaus behandelt.
    Grundlage der Untersuchung waren Abrechnungsdaten von rund 786.000 Kindern und Jugendlichen bis 17 Jahren, die bei der DAK versichert sind.
    Diese Nachricht wurde am 02.04.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.