
Auf der zentralen Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Nürnberg rief die Vorsitzende Fahimi die Arbeitnehmer auf, wehrhaft zu sein. Die Beschäftigten müssten ein Bollwerk gegen Rückfälle in die Anfangszeiten des Kapitalismus sein. Die DGB-Vorsitzende lehnte insbesondere eine Abschaffung des Acht-Stunden-Tags und Kürzungen der gesetzlichen Altersversorgung ab. Wer das Sicherungsniveau der Rente angreife, der provoziere einen gesellschaftlichen Großkonflikt, betonte Fahimi. Auf der Kundgebung in Berlin sagte der Chef der IG-BAU, Feiger, wer von den Menschen verlange, bis 67 oder länger zu arbeiten, habe keine Ahnung von der Realität.
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wüst sprach sich bei einer Kundgebung in Mülheim an der Ruhr für ein Bündnis aus Gewerkschaften, Arbeitgebern und Politik aus. Was dem im Wege stehe, sei allerdings der Umgang miteinander, sagte der CDU-Politiker. Es werde zu viel gestritten.
Die mehr als 400 Veranstaltungen der Gewerkschaften standen unter dem Motto "Erst unsere Jobs, dann eure Profite". Nach Angaben des DGB beteiligten sich mehr als 360.000 Menschen an den Aktionen.
Diese Nachricht wurde am 01.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
