1.Mai
Zahlreiche Kundgebungen am Tag der Arbeit

Die Gewerkschaften haben am heutigen Tag der Arbeit Widerstand gegen mögliche Einschnitte bei Rente, Gesundheitsversorgung und Sozialleistungen angekündigt.

    Ein Demonstrationszug mit dem Motto "Erst unsere Jobs, dann eure Profite" zieht mit DGB-Chefin Yasmin Fahimi durch Nürnberg.
    Ein Demonstrationszug mit dem Motto "Erst unsere Jobs, dann eure Profite" zieht mit DGB-Chefin Yasmin Fahimi durch Nürnberg. (Pia Bayer / dpa)
    Auf der zentralen Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Nürnberg rief die Vorsitzende Fahimi die Arbeitnehmer auf, wehrhaft zu sein. Die Beschäftigten müssten ein Bollwerk gegen Rückfälle in die Anfangszeiten des Kapitalismus sein. Die DGB-Vorsitzende lehnte insbesondere eine Abschaffung des Acht-Stunden-Tags und Kürzungen der gesetzlichen Altersversorgung ab. Wer das Sicherungsniveau der Rente angreife, der provoziere einen gesellschaftlichen Großkonflikt, betonte Fahimi.
    Bundesarbeitministerin Bas versprach auf einer Kundgebung in Duisburg, den Sozialstaat zu verteidigen. Es gebe immer mehr Angriffe auf die Errungenschaften der Arbeiterbewegung, sagte die SPD-Chefin. So werde der Sozialstaat als Problem oder als verzichtbar dargestellt. Das halte sie für zynisch und menschenverachtend.
    Die mehr als 400 Veranstaltungen der Gewerkschaften standen unter dem Motto "Erst unsere Jobs, dann eure Profite". Nach Angaben des DGB beteiligten sich mehr als 360.000 Menschen an den Aktionen.
    Diese Nachricht wurde am 01.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.