
Der Flughafen von Dubai soll bei iranischen Vergeltungsschlägen beschädigt worden sein, ebenso die Airports in Abu Dhabi und Kuwait. Über die Golf-Drehkreuze laufen viele Langstreckenverbindungen zwischen Europa und Asien. Da sich viele Flugzeuge und Besatzungen nun an falschen Standorten befinden, hat das Auswirkungen auf Flugpläne weltweit. Tausende Passagiere strandeten an Flughäfen in Asien und Europa. Auch die Airlines der Lufthansa Group strichen Flüge und teilten mit, man werde die Lufträume über Israel und dem Iran sowie über dem Libanon, Jordanien, dem Irak, Katar, Kuwait und Bahrain mindestens bis nächsten Sonntag meiden. Nach Angaben der Plattform Flightradar24 entfielen an sieben großen Flughäfen der Nahost-Region mehr als 3.400 Flüge.
Auch Einschränkungen bei Kreuzfahrten
Betroffen sind auch Kreuzfahrten: So steckt etwa die "MSC Euribia" der Schweizer Reederei MSC Cruises mit einer Kapazität für mehr als 6.000 Passagiere einem Bericht zufolge in Dubai fest. Die Orient-Kreuzfahrt, die eigentlich am Sonntag starten sollte, wurde kurzfristig abgesagt. Vom deutschen Anbieter TUI Cruises liegen die Kreuzfahrtschiffe "Mein Schiff 4" und "Mein Schiff 5" mit einer Kapazität für insgesamt gut 5.000 Reisende fest. Die Sicherheit der Gäste und der Crew habe oberste Priorität, hieß es auf der Website des Anbieters. Eine planmäßige Durchführung der Reisen sei derzeit nicht verantwortbar. Die Gäste befänden sich weiterhin an Bord der beiden Kreuzfahrtschiffe, hieß es.
Mehr als 30.000 deutsche Urlauber betroffen
Bundesaußenminister Wadephul sieht keine Möglichkeit, im Nahen Osten und in der Golfregion gestrandete Deutsche ausfliegen zu lassen. Wegen der Sperrung der Lufträume für zivile Flugzeuge sei man dazu nicht in der Lage, sagte der CDU-Politiker der "Bild"-Zeitung. In die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amtes für die Region haben sich nach seinen Worten mindestens 10.000 Deutsche eingetragen. Nach Angaben des Deutschen Reiseverbands sind derzeit rund 30.000 Reisende deutscher Veranstalter von den Luftraumsperrungen betroffen.
Diese Nachricht wurde am 02.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
