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ZDF: Getötetes Hamas-Mitglied war kein Mitarbeiter und nicht in journalistische Fragen eingebunden

Das ZDF hat Äußerungen von Unionspolitikern zur Beschäftigung eines Hamas-Mitgliedes bei einer von ihr beauftragten Produktionsfirma in Gaza zurückgewiesen.

    Das Hauptstadtstudio des ZDF in Berlin Mitte
    ZDF-Hauptstadtstudio, Berlin (picture alliance / Daniel Kalker)
    Der Sender teilte in Mainz mit, der Mann sei weder ZDF-Mitarbeiter noch in journalistische Fragen eingebunden gewesen. Er habe für die Firma Palestine Media Production als Techniker gearbeitet. Deren Standort in Gaza war am 19. Oktober von einer Rakete getroffen worden. Dabei war der Mann getötet worden. Die israelische Armee hatte angegeben, bei dem 37-Jährigen habe es sich um ein Hamas-Mitglied gehandelt. Das ZDF hatte daraufhin die Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma beendet.
    Politiker von CDU und CSU forderten zusätzliche Aufklärung über den Fall.
    Die medienpolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag, Klein, sagte der Bild-Zeitung, das Vertrauen in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk werde tief erschüttert. Ähnlich äußerte sich CSU-Generalsekretär Huber.
    Diese Nachricht wurde am 28.10.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.