Rechte und propalästinensische Aktivisten
Zehntausende bei Großkundgebungen in London - Dutzende Festnahmen

Bei Großdemonstrationen in der britischen Hauptstadt London sind mehr als 40 Menschen festgenommen worden.

    Demonstrationsteilnehmer mit Flaggen bei einem rechten Protestzug in London.
    Rechter Protest in London (AP Photo / Kirsty Wigglesworth)
    Die Polizei hatte für beide Kundgebungen zahlreiche Auflagen erlassen. Die Veranstalter mussten unter anderem sicherstellen, dass eingeladene Redner keine Gesetze gegen Hassrede verletzen. Zehntausende Menschen nahmen an der von dem rechtsextremen Aktivisten Tommy Robinson organisierten Demonstration "Unite the Kingdom" teil. Bei der anderen Veranstaltung ging es unter anderem um Unterstützung für Palästinenser. Anlass war der Nakba-Tag, an dem an die Vertreibung von Palästinensern infolge der Staatsgründung Israels 1948 erinnert wird.
    Im Anschluss teilte die Londoner Metropolitan Police mit, mehrere Beamte seien angegriffen worden oder Opfer von Hassverbrechen geworden. Die Polizei hatte im Vorfeld erklärt, es handele sich um einen ihrer größten Einsätze seit Jahren. 4.000 Polizistinnen und Polizisten waren im Einsatz. Zudem wurden unter anderem Drohnen und Hubschrauber eingesetzt. Das Ziel der Polizei war, Ausschreitungen und Zusammenstöße zu verhindern.
    Diese Nachricht wurde am 17.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.